Schneiden
Rückschnitt nach der Blüte
Eine risikoarme Arbeit an diesen weichstängeligen Pflanzen. Wie üblich vorsichtig mit scharfer Gartenschere und Heckenschere umgehen und nach dem Hantieren mit Zwiebeln und Laub der Schachbrettblume die Hände waschen, da diese die Haut reizen können.
- Wo du Hilfe bekommst
- Bei einer schweren Schnitt- oder sonstigen Verletzung die Hausarztpraxis oder der ärztliche Bereitschaftsdienst (116 117); im Notfall der Notruf 112. Das Produktetikett und die Gebrauchsanleitung des Herstellers.
Das Entfernen abgeblühter Stängel räumt das Beet auf und verhindert, dass die Pflanze ihre Kraft in altes Laub und unerwünschte Samen steckt. Bei vielen Stauden regt ein kräftiger Rückschnitt bis auf die niedrigen Blätter einen frischen Austrieb am Fuß an und oft einen zweiten Flor später in der Saison. Das Wegräumen zusammengefallener Triebe verbessert außerdem die Luftzirkulation, nimmt Schnecken und Krankheiten den Unterschlupf und erlaubt es, den Wurzelstock zum Düngen und als Frostschutz zu mulchen.
Wann
Einzelne Stängel den Sommer über zurückschneiden, sobald sie abgeblüht sind. Früh blühende Stauden wie Storchschnabel und Rittersporn ganz herunterschneiden, sobald der erste Flor vorbei ist, um frischen Austrieb anzuregen. Den großen Rückschnitt entweder im Herbst erledigen, wenn das Laub zusammenfällt und braun wird, oder bis zum Spätwinter oder zeitigen Frühjahr (Februar bis März) warten, wenn Samenstände für die Vögel und Struktur im Winter erhalten bleiben sollen. Bei etwas frostempfindlichen Pflanzen warten, bis die Spätfröste in der Region vorbei sind.
Wie
Saubere Gartenschere oder Heckenschere benutzen, bei zähen Horsten ein Messer. Bei einer gerade abgeblühten Pflanze die abgeblühten Stängel dicht über dem Wurzelhals abschneiden oder bis zu frischen niedrigen Blättern, die an der Basis austreiben. Einjährige wie Knorpelmöhre und Vergissmeinnicht, die abgesamt haben und zusammengefallen sind, einfach ganz am Boden herausziehen oder abschneiden. Im Herbst das abgestorbene Kraut dicht über dem ruhenden Wurzelstock abschneiden und wegräumen; krankes Material gehört nicht auf den Kompost. Wird bis zum Frühjahr gewartet, vorsichtiger schneiden, knapp über den neuen Trieben oder einer gesunden Knospe, damit der Austrieb nicht abgeschnitten wird. Die Reste zusammenrechen und die Pflanze mit Kompost oder gut verrottetem Mist mulchen.
Hinweise
Gilt für eine große Bandbreite weichstängeliger Pflanzen, etwa Knorpelmöhre, Vergissmeinnicht, Schachbrettblume und die meisten Beetstauden, daher unterscheiden sich die Details. Winterharte Einjährige wie Knorpelmöhre und Vergissmeinnicht sind nach einer Saison fertig: Die ganze Pflanze ausreißen, sobald sie geblüht und Samen gebildet hat. Echte Stauden wie winterharte Storchschnäbel treiben nach einem kräftigen Rückschnitt ein zweites Mal. Samenstände über den Winter stehen zu lassen hilft Wildtieren, geht aber auf Kosten eines ordentlichen Beets. Der Chelsea-Schnitt (einige Stauden Ende Mai zurückschneiden) ist eine eigene, frühere Technik und nicht dasselbe wie dieser Rückschnitt nach der Blüte.